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    PET Machinery2025-09-22

    Interview mit Marco Tanner

    Wenn das Fliessband spinnt: Die KI dieser Glarner Firma findet den Fehler in Sekunden

    Interview mit Marco Tanner

    Ein von blossem Auge nicht sichtbarer Fehler stoppte die Produktion einer Firma, bis die KI von Pandia in kürzester Zeit das Problem entschlüsselte. Ein Besuch vor Ort.

    Interview: Marco Tanner (CEO)

    Pandia: Was war der Anlass für den Einsatz von Pandia?

    Interview: «Es war ein echter Notfall», erinnert sich CEO Marco Tanner. Mitten in den Hochgeschwindigkeitstests seiner Firma in Winterthur sprangen die PET-Rohlinge immer wieder aus der Reihe – und niemand wusste, warum. Um 20.55 Uhr griff Tanner zum Handy: «Mauro, jetzt brauchen wir dich.» Zwei Minuten später kam die Antwort.

    Pandia: Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

    Interview: Durch einen «LinkedIn»-Post wurde Tanner auf Narts Dienstleistung aufmerksam. Später trafen sich die beiden bei einem Event, tauschten Kontakte aus, und im Herbst letzten Jahres wurde es ernst. Spät am Abend kam Mauro Nart mit einem kleinen schwarzen Koffer in Marco Tanners Firma gefahren, um seine Technologie zu installieren.

    Pandia: Was steckt im Pandia-Koffer?

    Interview: «Alles, was man braucht, ist in diesem Koffer», sagt Nart. Darin: vier Smartphones mit Halterungen, ein Laptop und Ladegeräte. «Das wars.» Noch in derselben Nacht zeigte er Tanner, wie das System funktioniert.

    Pandia: Wie wurde das Problem gelöst?

    Interview: An einer der Maschinen wurden immer wieder PET-Rohlinge blockiert. Pro Stunde werden bis zu 100'000 Rohlinge gefördert – das geht so schnell, dass man mit blossem Auge nichts erkennt. Das KI-Programm erkannte anhand der Videokameras den Fehler. Eine Zeitlupenaufnahme zeigte, wo das Problem lag. Tanners Vater erkannte sofort, dass eine kleine Rampe fehlt. Ohne Mauros Technologie hätten wir vermutlich wochenlang analysieren müssen. So konnten wir das Problem über Nacht lösen.

    Pandia: Wie sehen Sie die Zukunft von KI in der Produktion?

    Interview: «Wir müssen immer schneller und besser werden, da gehört Technologie einfach dazu», sagt Tanner überzeugt. Mauro Nart wünscht sich mehr Offenheit gegenüber innovativen neuen Methoden und Tools, um Maschinenausfälle zu verhindern und kostspielige Verzögerungen zu vermeiden.